Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
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Alphons Fryland (1888-1953) | Quo Vadis? (I 1924)

Alphons Fryland (auch Alfons Fryland), eigentlich Alphons Fritsch wurde am 1. Mai 1888 in Wien/Österreich geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Schlesien (heute Polen) und besuchte danach die Exportakademie Wien.

Ab Anfang 1914 betrieb Alphons Fryland Musikstudien in Graz/Österreich, München und Paris/Frankreich. Nach seiner Schauspielausbildung bei Friedrich Carl Peppler diente er während des Ersten Weltkrieges bis 1919 als Reserveoffizier beim 10. Dragonerregiment. In diesem Jahr engagierte ihn der Regisseur Fritz Freisler (1881-1955) als Hauptdarsteller für den Film Jagd nach dem Glück (1919), bei der Wiener Sascha-Film. Seitdem wirkte er in Haupt- und wichtigen Nebenrollen in vielen deutschen und österreichischen Filmen der 1920er-Jahre mit und erfreute sich zeitweise beträchtlicher Popularität.

Alphons Fryland trat 1932 der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) bei. Weil er, wie er in einem seiner Schriftwechsel behauptete, von dem jüdischen Produzenten Alfred Zeisler (1892-1985) bei der Rollenvergabe benachteiligt worden war. Der aufkommende Tonfilm beendete dann seine Filmkarriere, lediglich für Der Bergführer (1933) und Johannisnacht (1933) stand er nochmals vor der Kamera.

Alphons Fryland zog sich nach Graz zurück und nannte sich wieder Alphons Fritsch. Er war nun im Landratsamt als Sachbearbeiter tätig. Er heiratete Magdalena Fritsch, geb. Stemann und hatte mit ihr später zwei Kinder. Alphons Fryland starb am 29. November 1953 in Graz/Österreich.

Ross Verlag 534/2 

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1919: Jagd nach dem Glück
  • 1921: Der ewige Kampf
  • 1921: Kean
  • 1921: Labyrinth des Grauens
  • 1921: Frau Dorothys Bekenntnis
  • 1921: Herzogin Satanella
  • 1921: Miss Tutti Frutti
  • 1922: Lucrezia Borgia
  • 1922: Der Kampf ums Ich
  • 1923: Zwischen Abend und Morgen
  • 1923: Karusellen
  • 1923: Die Kette klirrt
  • 1924: Arabella
  • 1925: Ich liebe dich
  • 1925: Quo Vadis?
  • 1925: Frauen, die man oft nicht grüßt
  • 1923: Daisy. Das Abenteuer einer Lady
  • 1923: Opfer der Liebe
  • 1923: Dunkle Gassen
  • 1924: Auf Befehl der Pompadour
  • 1927: Da hält die Welt den Atem an
  • 1928: Der Geliebte seiner Frau
  • 1928: Das Schicksal derer von Habsburg
  • 1928: Charlott etwas verrückt
  • 1929: Die Garde-Diva
  • 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab
  • 1929: Schiff in Not S.O.S.
  • 1929: Vertauschte Gesichter
  • 1929: Die keusche Kokotte
  • 1931: Die Nacht der Entscheidung
  • 1931: Der Bergführer von Zakopane
  • 1933: Johannisnacht

Portrait und Szenenkarten

                                  

                     Ross Verlag 888/2                         Auf Befehl der Pompadour                          Ross Verlag 1071/1
                                                                         Alphons Fryland | D 1924 
                                                                              Ross Verlag 915/1

Ross Verlag 1221/1

 

                       

                   Ross Verlag 1220/1                             Ross Verlag 1220/3                            Ross Verlag 1603/1

                       

                   Ross Verlag 2097/2                             Ross Verlag 2097/3                              Ross Verlag 3197/1

       

                   Ross Verlag 4223/2

Quo Vadis (I 1924)

Quo Vadis? wurde 1923 und 1924 in Rom/Italien als Monumentalstummfilm gedreht. Das Drehbuch schrieb Georg Jacoby (1882-1964) zusammen mit Gabriellino D'Annunzio (1886-1945) nach der gleichnamigen Romanvorlage des polnischen Autors Henryk Sienkiewicz (1846-1916), beide führten auch Regie. Kameramänner waren Curt Courant (1899-1968) und Giovanni Bernardo Filippo Vitrotti (1882-1966). Produziert wurde der Film vom italienischen Produzenten und Regisseur Arturo Ambrosio (1869-1960) für Unione Cinematografica Italiana in Rom. Es spielten u. a. Emil Jannings (1884-1950) als Nero, Elena Sangro (1901-1969) als Poppea, Lillian Hall-Davis (1898-1933) als Lygia und Alfons Fryland (1888-1953) als Marcus Vinicius mit.

In Rom feierte Quo Vadis? zwar am 16. März 1925 seine italienische Erstaufführung, er wurde aber bereits schon im Februar 1924 in amerikanischen Kinos gezeigt. Man konnte Quo Vadis? sowohl in Deutschland als auch in Österreich bereits im Oktober 1924 sehen. In beiden Ländern lief der Film in zwei Teilen an und besaß eine Gesamtlänge von 3372 Metern.

Quo Vadis | Emil Jannings | Ross Verlag 699/1

Quo Vadis | Alphons Fryland
Ross Verlag 699/4 | 28.08.1926

Quo Vadis | Alphons Fryland
Ross Verlag 698/4

Quo Vadis | Ross Verlag 699/5

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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