Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
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Lindener Gewerbe- Handel und Industriebetriebe

1890 Creditverein Linden eGmbH, ab 1906 Lindener Creditbank eGmbH, ab 1940 Lindener Volksbank eGmbH

Am 27. März 1890 gründeten 34 Lindener Bürger in der Gaststätte "Zum Schwarzen Bären" den Creditverein Linden eGmbH. Als Sitz des Creditvereins wurde die Privatwohnung des 1. Bankdirektors Adolf Schlüter an der Deisterstraße 74, Ecke Posthornstraße genutzt. Am 15. April 1890 nahm der Creditverein Linden dann seinen Geschäftsbetrieb auf. Ab Ostern 1892 wurden die Geschäftsräume in das Gebäude der Eheleute Adolph Meyer an der Falkenstraße 9, am Lindener Marktplatz verlegt.

Ab 1898 zog der Creditverein in das Gebäude Deisterstraße 13, des Aufsichtsratsmitglied Carl Lange sen., der dort eine Bäckerei und Konditorei sowie eine Tabak- und Zigarren-Importhandlung mit seinem Sohn Carl Lange jun. betrieb. Der Creditverein blieb dort bis Mitte 1914 ansässig.

Siehe auch: vor 1881 Bäckerei und Konditorei Carl Lange sen. und Tabak- und Zigarren-Importhandlung

Lindener Creditbank eGmbH

Die Mitglieder beschließen 1906 den Creditverein Linden eGmbH in "Lindener Creditbank eGmbH" umzubenennen. Um einen weiteren Wechsel der Geschäftsräume zu verhindern, beschloss der Vorstand 1914, den Geschäftsbetrieb in ein eigenes neues Gebäude unterzubringen. Im Erdgeschoss des Gebäudes Minister-Stüve-Straße 18 bezog die Creditbank die modern eingerichteten und einbruchsicheren Geschäftsräume. In der Deisterstraße blieb die Spareinzahlungsstelle.

Lindener Creditbank - Deisterstraße 13 | 1913

Posthornstraße - Deisterstraße 74 | 17.01.1921

Lindener Creditbank e.G.m.b.H. Hannover | 24.01.1922

Den Ersten Weltkrieg und die Nachkriegszeit mit der Inflation 1923 übersteht die Lindener Creditbank eGmbH unbeschadet. Auch die Zahl der Mitarbeiter steigt stätig an.

Nach dem sogenannten "Schwarzen Freitag" am 13. Mai 1927, an der New Yorker Börse in New York City/USA, werden die Geschäftsjahre 1931 und 1932 für die Lindener Creditbank weniger erfolgreich abgeschlossen. Die Bilanzsumme sinkt um ca. 38 Prozent. In den folgenden Jahren erholt sich die Creditbank allerdings wieder und arbeitet erfolgreich weiter.

Zweiter Weltkrieg | Aus der Lindener Creditbank eGmbH wird die Lindener Volksbank eGmbH

Während des Zweiten Weltkriegs werden die wehrfähigen Mitarbeiter eingezogen und durch weibliche Hilfskräfte ersetzt. Die Bank stellt nun auch ihre Buchhaltung auf das maschinelle Druckschreibverfahren um. Seit 1940 heißt die Lindener Creditbank eGmbH nun "Lindener Volksbank eGmbH". Während der Luftangriffe auf Hannover wird das Gebäude in der Minister-Stüve-Straße 18, 1944 größtenteils zerstört. Der Betrieb wird in einer Gaststätte und einer Privatwohnung aufrechterhalten.

Neuaufbau in der Minister-Stüve-Straße 22.

Die Lindener Volksbank eGmbH beschließt 1954 das Trümmergrundstück der Firma Friedrich Bähre (Holzverarbeitungsbetrieb) in der Minister-Stüve-Straße 22 zu kaufen und dort die neue Hauptgeschäftsstelle zu errichten. Im Juli 1955 wird mit dem Bau nach Plänen des Architekten P. H. Tenge begonnen und am 15. Mai 1956 findet die Einweihung der Hauptgeschäftsstelle statt. 1965 unterhält die Lindener Volksbank sieben Geschäftsstellen in und um Hannover und feiert ihr 75-jähriges Bestehen.

Lindener Volksbank e.G.m.b.H. Hannover | 10.05.1944

Lindener Volksbank eG. (Minister-Stüve-Straße) | 1965

Fusionen mit der Calenberger Volksbank eG und der Hannoverschen Volksbank eG

Am 11. März 1986 fusionieren die Lindener Volksbank eG und die 1922 gegründete Calenberger Volksbank eG. Vor der Fusion mit der Hannoverschen Volksbank eG. 2003 zählte die Lindener Volksbank eG. 23 Standorte, 62.000 Kunden (davon 23.976 Mitglieder), 252 Mitarbeiter und hatte eine Bilanzsumme von 781 Mio. Euro. Die Geschäftsstelle in der Minister-Stüve-Straße 22 heißt heute KompetenzCenter.

Lindener Volksbank e.G.m.b.H. - Bank und Sparkasse...

 

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

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Hannover, Kunst-Lexikon und Kultur-Lexikon | Helmut Knocke, Hugo Thielen | Schäfer Verlag Hannover | 1994
Hannoversche Geschichtsblätter | Verlag Th. Schäfer 2. Heft, Hannover | 1910
Linden - Ein Führer für Fremde und Einheimische | Rektor Haase II | H. Ellermann-Verlag Hannover | 1906
Linden - Geschichte einer Industriestadt im 19. Jahrhundert | Walter Buschmann | August Lax Verlagsbuchhandlung Hildesheim | 1981
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