Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2018
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Djita Salomé "Das blaue Weib"

Die Tattoo-Schaubuden-Künstlerin "Djita Salomé" behauptete sie wäre Ägypterin, tatsächlich wurde sie in Deutschland geboren. Sie war außer im Gesicht, auf der Brust und den Händen ganzkörpertätowiert. "Djita Salomé" hatte zuerst sieben und später dann sogar 14 verschiedene Farben auf ihrem Körper. Die Tätowierungen wurden angeblich mittels Feingold-Nadeln von Sioux-Indianern des Dakotastamms in den USA ausgeführt. Ihre Tätowierungen sollen 30.000 Mark gekostet haben und wer mehr Farben vorzuweisen hätte, dem würde sie sofort 10.000 Mark zahlen.

                             

           Salome - Die einzig dastehende              SALOME - Die einzig dastehende                           DJITA-SALOMÉ 
           in 7 Farben tätowierte Schönheit.            in 7 Farben tätowierte Schönheit:                 LA POLYCHROMO VIVANTE
                                                                                  Ohne Konkurrenz!

Es gibt Karten, auf denen "Djita Salomé" als "Das blaue Weib", "Salomé", "La Salomé" oder einfach nur als "Djita-Salomé" betitelt wird. Sie trat in Europa und Übersee auf. Sehr oft war sie in Frankreich zu sehen, wo sie auch längere Arrangement und großen Erfolg hatte. Es gibt deshalb auch sehr viele französische Werbekarten von ihr.

In "Castans Panoptikum" war sie 1900 und 1912 im "Berliner Passage-Panoptikum" zusehen, beide befanden sich in der Friedrichstraße in Berlin. Weitere Auftritte gab es um 1909 in Kiel/Schleswig-Holstein und 1912 in Frankreich, im "Luna Park Paris" und im "Luna Park Lyon". Um 1913 war ihr Impresario (Manager), für ihre Internationalen Tourneen, F. Cornélio aus Oldham in England. Seine Agentur hatte im "World`s Fair Limited" - Zeitungsverlag ein Büro.

"Djita Salomé" war eine der wenigen Schaustellerinnen, die eine eigene Schaubude besaßen, mit der sie auf Jahrmarkt- und Zirkusveranstaltungen zusehen war. Sie wurde unter anderem in Berlin, Paris/Frankreich, London/England, New York City/USA und St. Petersburg/Russland für ihre Tätowierungen prämiert. Wann und wo "Djita Salomé" starb, ist nicht bekannt.

Djita Salomé

                           

           SALOMÉ, die einzig dastehende                         H. DJITA-SALOMÉ                                    Djita Salomé
          in 7 Farben tätowierte Schönheit.                   POLYCHROMO VIVANTE

 

 

                          

       SALOMÉ, la célebre beautè orientale                          Djita Salomé                                        Djita Salomé
                  tatouée en 7 couleurs

                         

                                                               Djita (Salomé) Beauté Orientale, tatouée...  Djita (Salomé) Beauté Orientale,...

                         

                        Djita Salomé

                        

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Die Tätowierung in den deutschen Hafenstädten. Ein Versuch zur Erfassung ihrer Formen und ihres Bildgutes | Adolf Spamer | Verlag: G. Winters Buchhandlung, Fr. Quelle Nachf. | 1934
The Tattooed Lady: A History | Amelia Klem Osterud | Taylor Pub Verlag | 2014
Tollkühne Frauen: Zirkuskünstlerinnen zwischen Hochseil und Raubtierkäfig | Brigitte Felderer & Helma Bittermann | Knesebeck GmbH & Co. Verlag KG | 2014
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