Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Imre Ráday
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Imre Ráday (1905-1983)

Imre Ráday wurde am 4. September 1905 in Budapest/Ungarn geboren. Er war Film- und Theaterschauspieler, Regisseur, Hochschulprofessor, Maler und ein bekannter Radiomoderator.

Ab 1923 besuchte Imre Ráday für ein Jahr die Schauspielschule Kalman in Budapest, und ab 1924 war er Mitglied des Csiky Gergely Theaters in Kaposvár/Ungarn. Zwischen 1926 und 1929 arbeitete er in Berlin für die Universum Film AG (UFA). In den drei Jahren bei der UFA wirkte er in sieben Stummfilmen mit. Danach war er an verschiedenen Theatern in Ungarn beschäftigt und heiratete 1930 die ungarische Schauspielerin Mici Erdélyi (1910-1994). Das Ehepaar trat auch zusammen auf. Nach sieben Jahren trennte sich das Paar 1937.

Da Imre Ráday Großeltern jüdischen Glaubens waren, er selbst war Ev. lutherischen Glaubens, wurde ihm die Arbeit von 1939 bis 1945 als Schauspieler nur noch eingeschränkt bis gar nicht erlaubt. Imre Ráday wechselte deshalb in die Niederlande, wo er auf Deutsch bis 1941 Theater spielte. Im selben Jahr kehrte er nach Budapest zurück und versteckte sich dort. Am 30. Juli 1941 heiratete er Erzsébet Ferda (?-1960), die in Budapest einen Modesalon betrieb. 1942 bekam das Ehepaar ihren Sohn Michael Ráday, er wurde ein bekannter Kameramann, Regisseur und Fernsehredakteur. 1944 kam dann ihr zweiter Sohn Andrew Ráday (1944-1959) zur Welt.

Ross Verlag 1907/1

Bis 1953 spielte Imre Ráday an verschiedenen Theatern in Budapest und Ungarn, und von 1950 bis 1956 war er auch als Schauspiellehrer in Budapest tätig. In den 1950er-Jahren arbeitete er als Radiomoderator. Sein zweiter Sohn Andrew Ráday starb 1959 im Alter von nur 15 Jahren an einer Gehirnzyste, ein Jahr später, 1960 starb auch seine Ehefrau Erzsébet Ferda. Kurz danach heiratete Imre Ráday 1960 ein drittes Mal, die Schauspielerin Erzsi Pápai. In den 1970er und 1980er-Jahren spielte er wieder an verschiedenen Theatern in Ungarn und war auch in einigen Filmen zu sehen. Imre Ráday starb am 12. März 1983 im Alter von 77 Jahren in Budapest. Sein Grab befindet sich auf dem Farkasréti Friedhof in Budapest.

Filmografie (Auswahl | Fettdruck = im Archiv)

  • 1926: Die Csardasfürstin
  • 1927: Der Kampf des Donald Westhof
  • 1927: Am Rande der Welt
  • 1927: Die Frau im Schrank
  • 1928: Heut spielt der Strauss
  • 1928: Frauenarzt Dr. Schäfer
  • 1934: Peter, das Mädchen von der Tankstelle
  • 1934: Märzgeschichten
  • 1936: Pókháló
  • 1938: Die Dame ist etwas rappelig
  • 1956: Dollárpapa
  • 1960: Mama ist dagegen
  • 1961: Guns and Doves
  • 1961: Alba Regia
  • 1968: The Lost Generation
  • 1973: The Girl Who Liked Purple Flowers
  • 1975: Mrs. Dery Where Are You?
  • 1976: Die Golddukaten des Gespenstes

Portrait und Szenenkarten

               

                  Ross Verlag 1802/1                                Ross Verlag 3194/1

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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