M. Ruth Sylvia/Ruth Sylvia | Miss Cärri/Kärri

M. Ruth Sylvia/Ruth Sylvia

M. Ruth Sylvia, oder auch nur Ruth Sylvia stammte wahrscheinlich aus Deutschland und trat schon vor 1908 als "M. Ruth Sylvia" in Varietés und Zirkussen auf. Sie führte ähnlich, wie auch Madiah Surith den "Tanz der sieben Schleier - Tanz der Salome", aus dem Theaterstück "Salome" des irischen Dramatikers und Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900) auf.

M. Ruth Sylvia war 1927 unter anderem in München/Bayern zu sehen und nachweislich bis 1930 in Europa und den USA auf Tournee. Ob es danach noch weiter Auftritte von ihr gab, oder ob sie sich ins Privatleben zurück zog, ist nicht bekannt. Auch wann und wo M. Ruth Sylvia starb ist ebenfalls nicht bekannt.

 

Ruth Sylvia

M. Ruth Sylvia | 04.05.1909

Ruth Sylvia

Miss Cärri/Kärri

"Miss Cärri" wurde in Skandinavien, vermutlich in Finnland, geboren. Es gibt Karten auf denen sie als "La belle Kärri" bezeichnet wird. Angeblich wurde sie als junges Mädchen von Indianern in den USA entführt und gegen ihren Willen tätowiert. Nach ihrer Befreiung hätte eine Japanerin ihre Tätowierungen dann vervollständigt.

Wahrscheinlich trat sie im Februar 1904 als "La belle Kärri" im Siegburger Hof, in Siegburg/Nordrhein-Westfalen auf. Der Saal fasste fast 1000 Personen. Sie soll auch als "Miss Carri" im "Homes-Fey-Theater" in London/England aufgetreten sein.

 

Laut dem Hamburger Fremdenblatt vom 29. Februar 1907 hatte sie auf einem ihrer Ellenbogen den "deutschen Michel" (eine in der frühen Neuzeit entstandene nationale Personifikation der Deutschen) tätowiert, den sie durch strecken lachen und durch beugen weinen lassen konnte. Wann und wo "Miss Cärri" starb ist nicht bekannt.

Gruss von Miss Carri - die schönste
tätowierte Dame, die jemals existiert.

Miss Cärri

La belle Kärri | 29.02.1904

Miss Cärri

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Das blaue Weib und andere Zirkusfrauen. Theoretische Aspekte von Tätowierungen unter besonderer Berücksichtigung von "Tätowierten Damen" in Zirkus und Schaubuden untersucht am Beispiel der Sammlung Walther Schönfeld | Igor Eberhard | Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW) | 2011
Die Tätowierung in den deutschen Hafenstädten. Ein Versuch zur Erfassung ihrer Formen und ihres Bildgutes | Adolf Spamer | Verlag: G. Winters Buchhandlung, Fr. Quelle Nachf. | 1934
Körperbemalen, Brandmarken, Tätowieren | Walther Schönfeld | Alfred Hüthig Verlag | 1960
Show Freaks und Monster. Sammlung Felix Adanos | Hans Scheugl | DuMont Buchverlag | 1978
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie
Zeichen auf der Haut - Die Geschichte der Tätowierung in Europa | Stefan Oettermann | Syndikat Autoren- und Verlagsges. | 1979