Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017
Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden
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© Postkarten-Archiv | Andreas-Andrew Bornemann | Hannover-Linden | 2002-2017

Sammlung - Peter Klasen | Adel, Militärs und Reichskanzler des wilhelminischen Kaiserreichs

Peter Klasen (1962-2015) aus Ummeln bei Algermissen in Niedersachsen war eigentlich Briefmarkensammler (Philatelist). Doch von Zeit zu Zeit erwarb er auch Ansichts- und Postkarten bekannter Persönlichkeiten aus der wilhelminischen Kaiserzeit und somit gehörte Herr Klasen auch zur großen Gemeinde der Post- und Ansichtskartensammler (Philokartisten). Einige der schönsten Karten, aus seiner großartigen Sammlung gibt es nun hier im Postkarten-Archiv zu sehen. Wie gewohnt sollen nicht nur die Karten zu sehen sein: Es soll - wie auch bei allen anderen Themengruppen - auf der Postkarten-Archiv-Seite der geschichtliche Hintergrund zu den Karten, hier speziell die wilhelminische Kaiserzeit, informativ nahegebracht werden.

Das Deutsche Kaiserreich

Das Deutsche Kaiserreich wurde am 18. Januar 1871 nach dem Sieg des Norddeutschen Bundes und der mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten im deutsch-französischen Krieg 1870/71 gegründet. Auf kleindeutscher Grundlage und unter der Herrschaft der preußischen Hohenzollern war damit erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden. Der offiziell als Deutsches Reich bezeichnete Bundesstaat war bis zur Novemberrevolution und der Abdankung Kaiser Wilhelms II. (1859-1941) im Jahr 1918 eine konstitutionelle Monarchie.

Nach der Proklamation der Republik durch Philipp Heinrich Scheidemann (1865-1939) am 9. November 1918 konstituierte die verfassunggebende Nationalversammlung das Deutsche Reich mit der neuen Verfassung vom 11. August 1919 als semipräsidentielle parlamentarische Demokratie. Nach dem Tagungsort der Versammlung (Weimar/Thüringen) wird das Deutsche Reich für die demokratische Periode zwischen den Jahren 1919 und 1933 als Weimarer Republik bezeichnet.

Zur Erinnerung an das 200 jährige Bestehen des
Königreichs Preussen 1701-1901 | 18.01.1901

Wilhelm II. (1859-1941), Deutscher Kaiser und König von Preußen

Prinz Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen wurde am 27. Januar 1859 im Kronprinzenpalais in Berlin geboren. Er war der letzte Deutsche Kaiser und König von Preußen. Wilhelm war ein Enkel des Kaisers Wilhelm I. - Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, erster Deutscher Kaiser und König von Preußen (1797-1888) und der Sohn von Kaiser Friedrich III. - Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen, Deutscher Kaiser und König von Preußen (1831-1888) und dessen Ehefrau Victoria Adelaide Mary Louisa, Prinzessin von Großbritannien und Irland, Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen (1840-1901). Kaiser Friedrich III. starb 1888 nach nur 99 Tagen Thronzeit an Kehlkopfkrebs, sodass Wilhelm mit 29 Jahren bereits zum Deutschen Kaiser gekrönt wurde. Am 27. Februar 1881 heiratete er die Prinzessin Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921) in Berlin. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor.

                          

       Kaiser Wilhelm II. | 23.01.1901          Kaiserin Auguste Viktoria | 30.10.1915           Kaiser Wilhelm II. | 26.08.1914

Die dreißigjährige Regentschaft Wilhelms II. im Deutschen Kaiserreich von 1888-1918 wird als die wilhelminische Epoche bezeichnet. Wesentliches Merkmal war das Streben des Kaisers, das Deutsche Reich als wichtige politische Größe unter den bereits bestehenden Weltmächten England, Frankreich, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika zu etablieren. Als Deutscher Kaiser sah Wilhelm II. seine Aufgabe darin, allzeit Mehrer des Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiet nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung, wie es sein Großvater Kaiser Wilhelm I. es formuliert hatte. Wilhelm II. legte viel Wert auf internationales Prestige. Eng verbunden mit diesem Anspruch waren die militärische Aufrüstung des Kaiserreichs sowie die Forcierung der Kolonialpolitik in Afrika, China und der Südsee. Dies und die Verwicklung des Deutschen Reichs in verschiedene internationale Krisen wie zum Beispiel die Daily-Telegraph-Affäre 1908 und den Eulenburg-Prozessen führte zu einer Destabilisierung der deutschen Außenpolitik.

Deutschlands Kaiserhaus

Unser Kaiserpaar und die Kaiserliche Familie | 15.08.1915

Die Vorliebe des Kaisers für militärischen Prunk, die sich beispielsweise in zahlreichen Paraden zu den unterschiedlichsten Anlässen ausdrückte, führte gesellschaftlich zu einer Überbetonung des Militärs und der militärischen Hierarchie bis hinein ins privat Leben der Gesellschaft, in der für eine berufliche Laufbahn – nicht nur im Verwaltungsapparat – die Ableistung des Militärdienstes und der militärische Rang eines Menschen von entscheidender Bedeutung war (Militarismus). Einen Rang als Reserveoffizier zuhaben, galt als Eintrittskarte in die gehobene bzw. privilegierte Gesellschaft, ebenso wie das Fehlen eines militärischen Ranges ein einschlägiges Karrierehindernis darstellte. Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands während Wilhelms Regentschaft, verbunden mit technologischem, naturwissenschaftlichem und industriellem Fortschritt, begünstigte eine auch vom Kaiser Wilhelm II. mit getragene allgemein verbreitete Technik- und Fortschrittsgläubigkeit.

Kaiser Friedrich III. - Lerne leiden ohne zu klagen
17.6.1898 | (Der Vater von Kaiser Wilhelm II.)

Prinz Wilhelm der jüngste Hohenzoller | 17.11.1906

Innenpolitisch setzte Wilhelm II. die für ihre Zeit als modern und fortschrittlich geltende Sozialpolitik Otto von Bismarcks (1815-1898) fort und erweiterte sie sogar. Der Kaiser setzte sich für die Abschaffung des Sozialistengesetzes ein. Er wollte sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik wesentlich stärker als sein Großvater Wilhelm I. beeinflussen. Das „persönliche Regiment“ des Kaisers war jedoch oft eine von häufig wechselnden Beratern gesteuerte Politik, die die Entscheidungen oft widersprüchlich und letztlich unberechenbar erscheinen lassen. Die Marokkokrisen in den Jahren 1905/06 und die Erklärung des unbeschränkten U-Boot-Krieges sind nur zwei Beispiele für Entscheidungen, die den Ruf des Deutschen Kaisers heute nachhaltig belasten. Auch war seine Amtszeit von politischen Machtkämpfen zwischen den einzelnen Parteien geprägt, die es den amtierenden Reichskanzlern nur schwer möglich machten, längerfristig im Amt zu bleiben. So wurden im Kampf zwischen dem sogenannten Nationalliberal-Konservativen Kartell, Bülow-Block und Sozialdemokraten fünf von sieben Reichskanzlern unter Mitwirken des Parlaments vom deutschen Kaiser Wilhelm II. entlassen.

Unser Kaiserpaar mit den drei ältesten Prinzen
im Tiergarten | 02.07.1899

Der Kaiser mit seinen 6 Söhnen | 09.10.1915

Während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 wurde Wilhelms strategische und taktische Unfähigkeit offenbar. Ab 1916 enthielt sich Wilhelm II. zunehmend relevanter politischer Entscheidungen und gab die Führung des Reiches faktisch in die Hände der Obersten Heeresleitung (OHL), namentlich in die des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg (1847-1934) und des Generals Erich Ludendorff (1865-1937), die die konstitutionelle Monarchie während der letzten Kriegsjahre mit Zügen einer Militärdiktatur versahen. Als Kaiser Wilhelm II. sich nach Ende des Ersten Weltkriegs in Folge der Novemberrevolution von 1918 bis 1919, die zum Ende der Monarchie und zur Ausrufung der Weimarer Republik am 9. November 1918 führte, zur offiziellen Abdankung am 28. November 1918 drängen ließ und in die Niederlande ins Exil ging, hatte das Deutsche Kaiserreich den Ersten Weltkrieg verloren. Mehr als zehn Millionen Menschen waren auf den Schlachtfeldern Europas gefallen.

Wilhelm II. (Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen) starb am 4. Juni 1941 im Haus Doorn, in Doorn, in den Niederlanden nach einer schweren Lungenembolie im Alter von 82 Jahren. Mit ihm starb der letzte Deutsche Kaiser und König von Preußen.

Prinzessin Auguste Viktoria (1858-1921), Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen

Prinzessin Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg wurde am 22. Oktober 1858 in Dolzig, Niederlausitz (heute Polen) geboren; gestorben ist sie am 11. April 1921 im Haus Doorn, in Doorn, in den Niederlanden. Sie war als Gemahlin Kaiser Wilhelms II. die letzte Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen.

Am 27. Februar 1881 heiratete Auguste Viktoria in Berlin Prinz Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen (später Kaiser Wilhelm II.). Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Durch die Thronbesteigung ihres Mannes am 15. Juni 1888 wurde Auguste Viktoria Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen. Sie übernahm zahlreiche Protektorate, unter anderem über die Deutsche Rot-Kreuz-Gesellschaft und den Vaterländischen Frauenverein. Unter ihrer Schirmherrschaft wurde der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein zur „Bekämpfung des religiös-sittlichen Notstands“ gegründet, aus dem kurz darauf der Evangelische Kirchenbauverein hervorging. Die Kaiserin förderte auch die Errichtung evangelischer Kirchenbauten in Berlin, vornehmlich in den neuen Arbeiterquartieren. Die evangelische „Kaiserin Auguste Victoria Stiftung“ weihte 1914 in Jerusalem/Israel die Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg ein. Während des Ersten Weltkriegs kümmerte sie sich um das Lazarettwesen. 1918 begleitete sie ihren Mann in das niederländische Exil und bezog mit ihm 1920 das Haus Doorn, in Doorn, in der Provinz Utrecht.

Auguste Viktoria von Preußen starb am 11. April 1921 im Haus Doorn, in Doorn, in den Niederlanden. Wilhelm II. heiratete nach ihrem Tod, am 5. November 1922, die verwitwete Prinzessin Hermine von Schönaich-Carolath (1887-1947).

Zur Erinnerung an die Silberhochzeit des deutschen
Kaiserpaares am 27. Februar 1906 | 02.02.1910

 

Beisetzungsfeierlichkeiten der Deutschen Kaiserin.
Von links nach rechts: Prinz Eitel Friedrich mit der Kronprinzessin, Prinz August Wilhelm, Prinz Adelbert
und Prinz Oskar, dahinter die Prinzessinnen mit den Kronprinzensöhnen.

Prinz Heinrich von Preußen (1862-1929)

Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen, geboren am 14. August 1862 in Potsdam; gestorben am 20. April 1929 in Hemmelmark, Schleswig-Holstein. Er war Großadmiral der Kaiserlichen Marine und der jüngere Bruder Kaiser Wilhelms II.

Prinz Heinrich von Preußen war ein Sohn des späteren Kaisers Friedrich III. (1831-1888) und ein Enkel Kaiser Wilhelms I. (1797-1888). Seine Mutter, Kaiserin Victoria (1840–1901), war eine Tochter der britischen Queen Victoria (1819-1901). Er war seit dem 24. Mai 1888 mit seiner Cousine Prinzessin Irene von Hessen-Darmstadt (1866-1953) verheiratet. Irene war eine Schwester der russischen Zarin Alexandra (1872-1918) und genauso wie diese Überträgerin der Bluterkrankheit (Hämophilie).

                        

          Prinz Heinrich von Preussen                  Prinzessin Heinrich von Preußen          Prinz Heinrich von Preußen im Osten
     Gross-Admiral der deutschen Flotte.                                                                                       10.04.1916

Aus der Ehe mit Prinzessin Irene von Hessen-Darmstadt gingen drei Kinder hervor: Waldemar Wilhelm Ludwig Friedrich (1889-1945), August Wilhelm Viktor Karl Heinrich Sigismund (1896-1978) und Heinrich Viktor Ludwig Friedrich (1900-1904). Von den drei Söhnen erbten zwei die Bluterkrankheit ihrer Mutter. Heinrich starb an deren Folgen im Alter von vier Jahren. Waldemar starb daran kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, da keine Blutkonserven vorhanden waren.

Prinz Heinrich von Preußen war ein begeisterter Autofahrer. Trotz einiger Autounfälle, zum Beispiel im August 1911, der Prinz hatte seinen Wagen in Eckernförde gegen einen Baum gelenkt, saß er oft selbst am Steuer seiner Limousinen. 1908 hatte Prinz Heinrich das Patent (DRP 204.343) für eine von ihm weiterentwickelte, handbetriebene Scheibenwischer-Einrichtung an „Motorfahrzeugen“ beantragt. Nach anderen Quellen soll er auch die Hupe erfunden haben. Am 20. April 1929 starb Prinz Heinrich von Preußen wie schon sein Vater, der auch ein starker Raucher war, an Kehlkopfkrebs und wurde auf seinem Gut Hemmelmark bei Eckernförde/Schleswig-Holstein beerdigt.

 

Prinz Heinrich von Preußen mit seiner Familie

Kronprinz Wilhelm von Preußen (1882-1951)

Kronprinz Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen, geboren am 6. Mai 1882 in Potsdam; gestorben am 20. Juli 1951 in Hechingen. Er war der erste Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. - und der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen, sowie nach dem Tode seines Vaters von 1941 bis 1951 Chef des Hauses Hohenzollern.

                         

 Kronprinz Friedrich Wilhelm | 12.04.1916      Kronprinzessin Cecilie | 02.07.1911          Unser Kronprinzenpaar | 24.06.1916

Kronprinz Wilhelm von Preußen war seit dem 6. Juni 1905 mit Cecilie Auguste Marie Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin, geboren am 20. September 1886 in Schwerin; gestorben am 6. Mai 1954 in Bad Kissingen verheiratet. Sie war die Tochter von Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg (1851-1897) und der Großfürstin Anastasi Michailowna Romanowa (1860-1922). Sie war als Ehefrau Wilhelms von 1905 bis 1918 die letzte Kronprinzessin des Deutschen Kaiserreichs.

 Kronprinzessin Cecilie mit ihren sechs Kindern.

Das Kronprinzenpaar hatte sechs Kinder:

Wilhelm Friedrich Franz Joseph Christian Olaf von Preußen (1906-1940), er wurde im Zweiten Weltkrieg am 23. Mai 1940 bei Kämpfen um Valenciennes/Frankreich schwer verwundet und starb drei Tage später in einem Feldlazarett im belgischen Nivelles. Louis Ferdinand Victor Eduard Adalbert Michael Hubertus von Preußen (1907-1994), Hubertus von Preußen (1909-1950), Friedrich Georg Wilhelm Christoph von Preußen (1911-1966), Alexandrine Irene Prinzessin von Preußen (1915-1980) und Cecilie von Preußen (1917-1975).

Der Kronprinz mit Exz. v. Mudra auf der Argonnenbahn.
10.04.1916

Die beiden Söhne unseres Kronprinzenpaares.
Prinz Wilhelm von Preussen, Prinz Louis Ferdinand
von Preussen | 10.11.1910

Zur Erinnerung an die Hochzeit des deutschen Kronprinzenpaares zu Berlin 6. Juni 1905 | 27.06.1905

Prinz Eitel Friedrich von Preußen (1883-1942)

Prinz Wilhelm Eitel Friedrich Christian Karl von Preußen, geboren am 7. Juli 1883 in Potsdam; gestorben am 8. Dezember 1942 in Potsdam. Er war der zweite Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. 1906 heiratete er in Berlin Sophie Charlotte von Oldenburg, geboren am 2. Februar 1879 in Oldenburg; gestorben am 29. März 1964 in Westerstede. Sie war die älteste Tochter des Großherzogs Friedrich August II. von Oldenburg (1852-1931) und seiner ersten Ehefrau Elisabeth Anna von Preußen (1857-1895), Tochter des Prinzen Friedrich Karl Nikolaus von Preußen (1828-1885). Nach ihrer Heirat mit Prinz Eitel Friedrich von Preußen war Sophie Charlotte nach der damals üblichen Sprechweise auch bekannt als Prinzessin Eitel Friedrich.

                          

    Prinz Eitel von Preußen | 22.12.1915        Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen            Prinz Eitel Friedrich von Preußen
                                                                                   30.12.1908                                      mit Gattin | 11.08.1906

Prinz Adalbert von Preußen (1884-1948)

Prinz Adalbert Ferdinand Berengar Viktor von Preußen, geboren am 14. Juli 1884 in Potsdam; gestorben am 22. September 1948 in La Tour-de-Peilz am Genfersee/Schweiz. Er war der dritte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II.

                            

Prinz Adalbert von Preussen | 21.04.1917           Prinzessin Adalbert (Adelheid)                   Prinz und Prinzessin Adalbert
                                                                         von Preussen | 22.04.1915                       von Preussen | 23.05.1915

Nach seiner streng militärischen Erziehung, die Prinz Adelbert von Preußen gemeinsam mit seinen Brüdern auf der Prinzeninsel und im Prinzenhaus am Plöner Schloss erhielt, trat er am 31. Mai 1894 in die Kaiserliche Marine ein und besuchte in Kiel die Marineschule, um dort als Marineoffizier ausgebildet zu werden. Nach abgeschlossener Ausbildung unternahm er einige Auslandsreisen, unter anderem nach Brasilien und vertrat Wilhelm II. an den Höfen in Peking/China und Athen/Griechenland. Als Offizier bewohnte er ein kleines Haus (Villa Seelust) am Kieler Hafen. Am 3. August 1914 heiratete er Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen (1891-1971), die Trauung wurde in Wilhelmshaven vollzogen. Die damals 22-jährige Prinzessin war eine Enkelin des Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826-1914). Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Prinz August Wilhelm von Preußen (1887-1949)

Prinz August Wilhelm Heinrich Günther Viktor von Preußen, geboren am 29. Januar 1887 in Potsdam; gestorben am 25. März 1949 in Stuttgart. Er war der vierte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er ein hoher SA-Führer (Sturmabteilung (SA)) im Rang eines Obergruppenführers.

                            

Prinz August Wilhelm von Preussen | 1915        Alexandra Victoria mit ihrem Kind           Prinz August Wilhelm und Prinzessin
                                                                                     14.10.1915                              Alexandra Victoria | 26.02.1906

Am 22. Oktober 1908 heiratete Prinz August Wilhelm von Preußen im Berliner Stadtschloss seine Cousine Prinzessin Alexandra Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1887-1957). Eigentlich wollte das Prinzenpaar Schloss Schönhausen bei Berlin beziehen, änderte seine Pläne aber, als sich Kaiser Wilhelm II. dazu entschloss, seinem Sohn die im Park Sanssouci gelegene Villa Liegnitz in Potsdam zu überlassen. Am 26. Dezember 1912 wurde ihr einziges Kind, Prinz Alexander Ferdinand von Preußen (1912-1985), geboren. Nur wenige Monate nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches trennte sich Prinzessin Alexandra Viktoria von ihrem Mann, die Ehe wurde im März 1920 geschieden. Prinz August Wilhelm von Preußen starb am Freitag den 25. März 1949 im Alter von 62 Jahren in einem Stuttgarter Krankenhaus.

Zur Vermählungsfeier des Prinzen August Wilhelm
mit der Prinzessin Alexandra Victoria | 22.10.1908

Prinz August Wilhelm und Braut
Original Aufnahme v. 8. Oktober 1908 | 18.11.1908

Prinz Oskar von Preußen (1888-1958)

Prinz Oskar Karl Gustav Adolf von Preußen, geboren am 27. Juli 1888 in Potsdam; gestorben am 27. Januar 1958 in München. Er war der fünfte Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II., er war Generalmajor und 35. Herrenmeister des Johanniterordens. Am 31. Juli 1914 heiratete er in Berlin Gräfin Ina Marie von Bassewitz (1888-1973). Aus der Ehe mit der Gräfin gingen drei Söhne und eine Tochter hervor: Oskar Wilhelm Karl Hans Cuno Prinz von Preußen, Oberleutnant d. R. (1915-1939), Burchard Friedrich Max Werner Georg Prinz von Preußen, Major a. D. (1917-1988), Herzeleide Ina Marie Sophie Charlotte Else Prinzessin von Preußen (1918-1989) und Wilhelm Karl Adalbert Erich Detloff Prinz von Preußen (1922-2007).

                            

   Prinz Oscar von Preußen | 01.01.1915          Prinz Oskar v. Preussen mit Familie         Prinz Oskar von Preussen mit seiner
                                                                                                                               Braut Gräfin Ina Marie von Bassewitz
                                                                                                                                                   27.06.1915

Prinz Oskar von Preußen zog mit dem Grenadier-Regiment „König Wilhelm I.“ (2. Westpreußisches) Nr. 7 in den Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg war er im Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten aktiv und versorgte ab 1932 mit seinem Bruder Prinz Eitel Friedrich von Preußen seinen Vater mit Informationen gegen die Nationalsozialisten, deren scharfer Gegner er stets war. Seit 1932 gehörte er dem Vorstand der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) an. Prinz Oskar von Preußen wurde 1927 als Nachfolger seines Bruders Prinz Eitel Friedrich von Preußen Herrenmeister des Johanniterordens und blieb dies bis an sein Lebensende. Unter ihm wurden die bis heute bestehenden Institutionen Johanniter-Hilfsgemeinschaft (1951) und Johanniter-Unfall-Hilfe (1952) gegründet. Versuche der Nationalsozialisten den Orden zu zerschlagen, konnte er erfolgreich vereiteln. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er wieder als Generalmajor aktiv, allerdings auf Druck Adolf Hitlers (1889-1945) in die Führerreserve berufen, aus der er nie herausgerufen wurde. Sein ältester Sohn, Oskar Wilhelm Prinz von Preußen, Oberleutnant d. R. fiel bei Beginn des Polen-Feldzugs 1939. Prinz Oskar von Preußen engagierte sich im monarchistischen Verein Tradition und Leben. Er war Mitglied der Corps Borussia Bonn (1909) und Corpsschleifenträger der Saxo-Borussia.

Prinz Joachim von Preußen (1890-1920)

Prinz Joachim Franz Humbert von Preußen, geboren am 17. Dezember 1890 in Berlin; gestorben am 18. Juli 1920 in Potsdam durch Selbstmord. Er war der sechste Sohn der Kaiserin Auguste Viktoria und Kaiser Wilhelms II. Verheiratet war er seit 1916 mit Marie Auguste Antoinette Friederike Alexandra Hilda Luise Prinzessin von Anhalt, geboren am 10. Juni 1898 in Ballenstedt; gestorben am 22. Mai 1983 in Essen. Sie war die Tochter von Eduard Georg Wilhelm Maximilian von Anhalt (1861-1918) und Luise Charlotte Marie Agnes Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Das Prinzenpaar hatte einen gemeinsamen Sohn, Karl Franz Joseph Wilhelm Friedrich Eduard Paul von Preußen (1916-1975).

                                   

 Prinz Joachim von Preußen | 01.02.1915        Prinzessin Joachim von Preussen     Prinz Joachim von Preussen und Prinzessin
                                                                                                                         Marie Auguste von Anhalt | 04.03.1916

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Prinz Joachim von Preußen in der Schlacht an den Masurischen Seen (vom 6. bis 14. September 1914) durch einen Oberschenkelschuss verwundet. Am 17. Juli 1920 verübt er Selbstmord und starb am 18. Juli 1920 an den folgen im Krankenhaus. Die Gründe für seinen Suizid liegen im Dunklen, doch scheint ein Zusammenspiel aus depressiver Veranlagung, dem Sturz der Monarchie 1918 und der Scheidungswunsch seiner Ehefrau als wahrscheinlich.

Prinzessin Viktoria Luise von Preußen (1892-1980)

Prinzessin Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Hannover, Prinzessin von Großbritannien und Irland, wurde am 13. September 1892 im Marmorpalais in Potsdam bei Berlin geboren und starb am 11. Dezember 1980 in Hannover. Sie war das siebte Kind und die einzige Tochter Kaiserin Auguste Viktorias und Kaiser Wilhelms II. Verheiratet (24. Mai 1913) war sie mit Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Prinz von Hannover (1887-1953). Aus der Ehe gingen vier Söhne und eine Tochter hervor. Das Ehepaar ist vor dem Welfenmausoleum im Berggarten in Hannover-Herrenhausen begraben.

                            

  Prinzessin Victoria Luise von Preußen          Herzog Ernst August zu Braunschweig                Prinz Ernst August Herzog zu
                       14.10.1911                              u. Lüneburg mit dem Erbprinzen                   Braunschweig und seine Braut 
                                                                                      24.08.1915                         Prinzessin Viktoria Luise von Preussen
                                                                                                                                                    21.11.1913

Herzog und Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg
mit den beiden Prinzen | 16.06.1915

Herzog Ernst August von Cumberland und Familie.

Prinzessin Victoria Luise in der Uniform Ihres
II. Leib-Husaren Regiments.

Hochadel

Wir halten fest und treu zusammen! | 16.11.1915

Kaiser Wilhelm II. und Franz Josef I. | 06.07.1915

                        

      König Friedrich August v. Sachsen                    Fürst Otto von Bismarck                  Herzog Albrecht von Württemberg 
                        01.03.1905                          Herzog von Lauenburg | 12.08.1898                          01.01.1917

 

Leo Graf von Caprivi de Montecuccoli, preussischer General, Ministerpräsident, deutscher Reichskanzler

Zur Silberhochzeit v. Wilhelm II. v. Württemberg u. Charlotte v. Württemberg 1886-1911 | 15.4.1911

 

                      

       König von Sachsen | 04.08.1902               Ludwig III - König von Bayern                Kronprinz Rupprecht v. Bayern
                                                                                   24.07.1915                                          14.02.1915

  Der König von Sachsen besucht seine Truppen | 07.10.1916

Vereinte Kräfte führen zum Ziel | 11.11.1916

                          

     König Wilhelm II von Württemberg            Deutschlands regierende Fürsten               Generaloberst Erzherzog Eugen
                       14.07.1916                                            04.10.1897                             (Eugen von Österreich-Teschen)
                                                                                                                                                31.05.1917

Das Militär im Deutschen Kaiserreich

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Text
Peter Klasen
/ Postkarten

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