Artoria Gibbons (1893-1985), eigentlich Anna Mae Burlingston | M. Ruth Sylvia - Ruth Sylvia - Sylvia

Artoria Gibbons, eigentlich Anna Mae Burlingston wurde am 16. Juli 1893 in Linwood, Wisconsin/USA geboren. Sie stammte aus einer armen Familie und arbeitete später als Hausangestellte in Spokane, Washington/USA. Dort lernte sie den Tätowierer Charles "Red" Gibbons (1879-1964) kennen und heiratete ihn 1912. Das Paar hatte eine Tochter, Charlene Anne Gibbons.

Ihr Ehemann tätowierte sie einige Jahre nach der Hochzeit mit ausschließlich religiösen Symbolen, da Sie eine gläubige Baptistin war. In den 1920er-Jahren tourte Artoria Gibbons als tätowierte Dame durch die USA und wenn sie nicht auf Reisen war lebte sie mit ihrer Familie in Kalifornien/USA. Sie behauptete, sich aus wirtschaftlichen Gründen tätowiert zu haben, um zu überleben. Artoria Gibbons wurde so gut bezahlt, dass sie 100 $ bis 200 $ US-Dollar die Woche verdiente. 1941 wurde ihr Ehemann auf dem Weg von der Arbeit nach Hause von einem Räuber brutal überfallen und 1946 erblindete er in Folge eines Autounfalls. Charles "Red" Gibbons starb am 18. Juni 1964 in Glendale, Los Angeles County, Kalifornien. Artoria Gibbons zog sich 1981 aus dem Showgeschäft zurück und starb am 18. März 1985 in Bristol, Sullivan County, Tennessee/USA.

 

 

Artoria Gibbons

M. Ruth Sylvia - Ruth Sylvia - Sylvia

M. Ruth Sylvia, "Ruth Sylvia" oder auch nur "Sylvia" stammte vermutlich aus Deutschland und trat schon vor 1908 in Varietés und Zirkussen auf. Sie führte ähnlich, wie auch "Madiah Surith" den "Tanz der sieben Schleier - Tanz der Salome", aus dem Theaterstück (Einakter) "Salome" des irischen Dramatikers und Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900) auf.

Ruth Sylvia trat laut Stempel auf der Rückseite einer Karte im von Carl Gabriels (1857-1931) und Emil Eduard Hammer (1865-1902) betriebenen "Internationalen Handels-Panoptikum" auf. Der Schausteller Carl Gabriel und der Wachsmodellierer Emil Eduard Hammer betrieben seit 1893/94 zusammen das "Internationale Handels-Panoptikum" in München, in der Neuhauser Straße 1., in Bayern. Neben ca. 500 Wachsfiguren und Wachspräparaten gab es unter anderem auch Abnormitäten- und Kuriositätenschauen zu sehen. Insgesamt gab es im Panoptikum rund 2.000 Exponate zu betrachten.

Auch 1927 war Ruth Sylvia unter anderem in München zu sehen und nachweislich bis 1930 in Europa und den USA auf Tournee. Ob es danach noch weiter Auftritte von ihr gab, oder ob sie sich ins Privatleben zurück zog, ist nicht bekannt. Auch wann und wo M. Ruth Sylvia starb, ist nicht bekannt.

Ruth Sylvia

Sylvia

Sylvia

Ruth Sylvia

Sylvia

M. Ruth Sylvia | 04.05.1909

 

Miss Sylvia

M. Ruth Sylvia

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Artoria Gibbons - Tattoo Archive - www.tattooarchive.com
Buzzworthy Tattoo History
| Carmen Forquer Nyssen - www.buzzworthytattoo.com
Das blaue Weib und andere Zirkusfrauen. Theoretische Aspekte von Tätowierungen unter besonderer Berücksichtigung von "Tätowierten Damen" in Zirkus und Schaubuden untersucht am Beispiel der Sammlung Walther Schönfeld | Igor Eberhard | Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (MAGW) | 2011
Find a Grave - Online-Datenbank für Friedhöfe und Grabstätten | www.findagrave.com
Show Freaks und Monster. Sammlung Felix Adanos | Hans Scheugl | DuMont Buchverlag | 1978
Die Tätowierung in den deutschen Hafenstädten. Ein Versuch zur Erfassung ihrer Formen und ihres Bildgutes | Adolf Spamer | Verlag: G. Winters Buchhandlung, Fr. Quelle Nachf. | 1934
Der "Wachsplastiker" Emil Eduard Hammer beantragt ein "Panoptikum" | Rudolf Hartbrunner - www.hartbrunner.de
The Tattooed Lady: A History | Amelia Klem Osterud | Taylor Pub Verlag | 2014
Wikipedia - Die freie Enzyklopädie
Zeichen auf der Haut - Die Geschichte der Tätowierung in Europa | Stefan Oettermann | Syndikat Autoren- und Verlagsges. | 1979
Zur theoretischen Konzeption v. Tätowierungen a. Beispiel d. Darstellung Tätowierter b. Walther Schönfeld | Igor Eberhard | VWB - Verlag für Wissenschaft und Bildung | 2013