Presseberichte über das Postkarten-Archiv oder mit Bildmaterial aus dem Postkarten-Archiv

"Ricklingen Aktuell" vom 8. August 2019

Ricklingen damals und heute - von Rüdiger Thiel

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG

"Bothfeld und mehr" vom Juli 2019

Der Fasanenkrug - Historisches Stück Bothfeld - von Rüdiger Thiel

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG

Wilhelmshavener Zeitung (WZ) vom 3. Februar 2017

Vergebliche, Suche nach Normalität - Buchbesprechung von Martin Münzberger

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Wilhelmshavener Zeitung (WZ)

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger Ost vom 18. Juli / 1. August 2013

Über den Becken | Immer auf dem Sprung - von Martin Moers

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

halloSONNTAG vom 1. Juli 2012

Traditionsbetrieb schließt seine Pforten

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von © halloSonntag

Katholische Kirchengemeinde St. Godehard - Gemeinsam | Frühjahr 2012

STADTTEILGESCHICHTE - Hier pulsiert das pralle Leben: Linden-Nord

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Katholische Kirchengemeinde St. Godehard

Katholische Kirchengemeinde St. Godehard - Gemeinsam | Sommer 2011

STADTTEILGESCHICHTE - Limbere

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Katholische Kirchengemeinde St. Godehard

Südstadt Nachrichten 07 | 1. Juli 2011

Seit 1845 Hildesheimer Straße

Seit 1845 existiert die Hildesheimer Straße, die heute als eine der großen hannoverschen Hauptverkehrsstraßen vom Aegidientorplatz in der Südstadt bis nach Laatzen hinein (Ecke Urnenfeldstraße) führt. Zur weiteren Geschichte nachfolgend ein Auszug aus dem Buch „Die Südstadt in Hannover – Ein Beitrag zur Geschichte und Entwicklung eines Stadtteiles aus der Sicht eines Südstädters“ von Helmut Jacob:

„Die Hildesheimer Straße, seit 1845 so bezeichnet und seit 1750 auf alten Karten als Chaussée nach Hildesheim, Braunschweig und Goslar angegeben, führte bis 1860 durch die Höltystraße. Es war der alte Postweg nach diesen Städten, wobei der Postweg nach Braunschweig in Döhren etwa bis 1850 auf der heutigen Peiner Straße abzweigte.

Der Döhrener Turm steht seit 1382 an der Einmündung der Alten Döhrener Straße in die Hildesheimer Chaussee, damals als äußerster Wachtposten an der südlichen Stadtgrenze. Mancher Hannoveraner kennt noch aus der Heimatkunde in der Volksschule die Geschichte vom Überfall des Braunschweiger Herzogs Heinrich des Älteren, der von 1486 bis 1491 versuchte, Hannover einzunehmen. 1486 ließ er durch ein gelegtes Feuer die Turmwächter ob im Turm umkommen. Ob sich das 1486 oder 1490 ereignet hat, ist nicht mehr nachweisbar, genauso wie die Anzahl der umgekommenen Wächter. Am südlichen Pfeiler der Aegidienkirche ist das Ereignis mit sieben Wächtern dargestellt. Nach dem Erstellen der Bebauungspläne entwickelte sich eine enorme private wie auch ein paar Jahre später öffentliche Bautätigkeit. Um 1860 baute man die Hildesheimer Chaussee aus, um eine möglichst geradlinige, durchgehende Nord-Süd- Verbindung von Herrenhausen über die Georgstraße bis nach Döhren zu bekommen. Zu den ersten Häusern an der Hildesheimer Straße: Die erste Nummerierung der Grundstücke ca. ab 1843 ging bis zum heutigen Altenbekener Damm durchlaufend rechts ab Aegidientorplatz von Nr. 1 bis 32 und auf der östlichen Seite von Nr. 33 bis Nr. 54 wieder zurück bis Aegidientorplatz.

Haus Nr. 54 (Höhe Siebstraße) beherbergte eine große Tischlerei mit Werkstätten im Hinterhaus. Sehr viele Grundstücke der nachfolgend bebauten ersten Straßen waren mit Hinterhäusern meist nur ein- bis zweigeschossig besetzt. Vom Aegidientorplatz bis zum Altenbekener Damm waren von 32 Grundstücken sieben nicht bebaut. Größere Mietshäuser und kleinere zweigeschossige wechselten ab.

In Nr. 12 befand sich das erste und älteste 1856 eröffnete Restaurant namens Winter. In Nr. 18 wohnte der beliebte und bekannte Schauspieler Carl-August Devrient (gest. 1872), am Hoftheater seit 1839. Zwischen Hermann- (heute Bürgermeister-Fink-Straße) und Freytagstraße standen schon hübsche dreigeschossige Häuser mit 7-Zimmer-Wohnungen, Remisen für Kutschen und Pferdeställen mit Kutscherwohnung hinter den Häusern. Eine frühere alte Bewohnerin konnte sich daran erinnern. Sie selbst ist in einem dieser Häuser, heutige Nr. 66, aufgewachsen. In dem Eckhaus hatte ein Maurermeister seinen Betrieb mit einem dahinter liegenden Bauplatz. Auf der gleichen Seite befand sich das erste Café. Zwischen dem Altenbekener Damm und dem Döhrener Turm lagen Felder.

Auf der Höhe der Heinrich-Heine-Straße gab es zwei große viergeschossige Häuser. An der Ecke der seit 1875 angelegten Bandelstraße stand ein sogenanntes Kosakenhaus. Zwischen Krausen- und Feldstraße befand sich die Kornbrennerei Peters.

Insgesamt standen in der Hildesheimer Straße 49 Häuser, davon waren zehn Villen und neun dreigeschossige, große Mietshäuser. Die restlichen Häuser waren kleiner, praktisch Doppelreihenhäuser mit zwei bis drei Wohnungen. Es waren 160 Haushalte registriert. Die geschilderte Entstehung der Hildesheimer Straße darf nicht abgeschlossen werden, ohne die Straßenbahn zu erwähnen. 1872 wurde die erste Pferdebahnlinie vom Steintor zum Döhrener Turm eingerichtet. Gleichzeitig wurden dem Turm gegenüber Pferdeställe, Remisen, Personalwohnungen etc. gebaut. Nach der Erfindung des dynamoelektrischen Prinzips durch Werner von Siemens fuhren 1893 in Hannover die ersten elektrischen Triebwagen, allerdings mit Akkubetrieb. Ab 1892 wurden dann die Strecken systematisch ausgebaut und auf Oberleitungsbetrieb umgestellt.

Ab 1899 fuhr die vielen Älteren noch gut in Erinnerung gebliebene Rote 11 in 80 Minuten jede Stunde über Rethen und Sarstedt nach Hildesheim, eine Strecke von 29 Kilometern.“

Quellen: Die Südstadt in Hannover, Helmut Jacob
Fotos: postkarten-archiv.de

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Südstadt Nachrichten

Lister Nachrichten 10 | 20. Mai 2011

Seit 1904 Podbielskistraße

Südstadt Nachrichten 05 | 6. Mai 2011

Der Maschsee wird 75 Jahre alt | Die Geschichte des Maschsees in Hannover

Quellen: www.maschsee-hannover.de / wikipedia
Fotos: postkarten-archiv.de

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Südstadt Nachrichten

Katholische Kirchengemeinde St. Godehard - Gemeinsam | Herbst 2010

STADTTEILGESCHICHTE - Badenstedt - Es schmeckt nach Salz

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Katholische Kirchengemeinde St. Godehard

Lister Nachrichten 06 | 18. Juni 2010

Rund um die Bödekerstraße - Geschichtliches aus dem Stadtbezirk

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Lister Nachrichten

Linden-Limmer Zeitung (LiZ) - Stadtteilzeitung für Linden-Limmer | 04/2010

Limmerstraße 3-5 / Eine kleine Geschichte

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Linden-Limmer Zeitung (LiZ)

Lister Nachrichten 03 | 29. Januar 2010

Vahrenwald hatte einst einen Flughafen...

In gut zwei Jahren wird der Flughafen Langenhagen seinen 60. Geburtstag feiern. Doch angefangen hat es mit dem hannoverschen Flugbetrieb mit Karl Jatho auf der Vahrenwalder Heide. Auf Initiative von Karl Jatho wurde dort 1907 die erste „Fahrbahn für Flugapparate“ genehmigt. Dies geschah mit dem ausdrücklichen Hinweis, „damit sie besser rollen können“. Und seit dieser Zeit rollen sie! Wie sich die Entwicklung des Flughafens in Vahrenwald weiter gestaltete, geht aus dem nachfolgenden Artikel hervor, der unter der Überschrift „5 Jahre Flughafen Hannover“ am 24.10.1928 erschienen war:

„Wer sich an schönen Sommertagen das Vergnügen machte, hinauszufahren oder zu wandern nach der Vahrenwalder Heide, war meist sehr erstaunt über das rege Leben, das der Flugverkehr mit sich gebracht hat. Wenn man Ausdauer hatte, etwa von 10 Uhr bis 16 Uhr, dort zu bleiben, brauchte man sich keinen Augenblick zu langweilen. Man erlebt dort einen interessanten Betrieb wie an einem Bahnhofe. Alle Viertelstunde und noch öfter kommen die Flugzeuge an. Sirenengeheul verkündet ihre Ankunft. Man sieht sie von weitem am Himmel erscheinen und bald in großen Schleifen auf dem großen Platze niedergehen. In eleganten Wendungen rollen sie über den Rasen dem Verwaltungsgebäude zu, besonders die großen Passagiermaschinen, bei denen man zunächst keinen Piloten sieht, bewegen sich wie riesenhafte selbständige Wesen. Plötzlich stehen sie still. Boys eilen herbei, stellen Treppenleitern an, aus den kleinen Türen kommen Reisende. Gepäck wird herausgebracht, und oben aus der Führerkabine klettern die vermummten Gestalten der Piloten und Mechaniker herab. Die Fluggäste mit beglückten Gesichtern schlendern dem Gebäude zu, von hier eilen andere zu ihrer Maschine. Da und dort wird ein Tankwagen herangerollt, der die Motore mit neuem Brennstoff versorgt.

Bildquelle: Vahrenwald Heide / Fliegerstation | Andreas-Andrew Bornemann - www.postkarten-archiv.de

Inzwischen sind neue Passagiere eingestiegen, Abfahrtszeichen werden gegeben, und schon rollt wieder ein mächtiger Apparat über die Fläche, hebt sich langsam, steigt höher und höher und entschwindet bald den Blicken der sehnsüchtig nachschauenden Flugplatzbesucher...so ist es heute, nach fünfjährigem Bestehen unseres Flughafens. Es ist eine kurze Zeitspanne, die wir überblicken, wenn wir an den Anfang dieser vortrefflichen Einrichtung erinnern. Vor fünf Jahren war das Gelände da draußen noch „wüst und leer“. Da kam von Bremen her ein Flugfachmann, der vom Aero-Lloyd den Auftrag erhalten hatte, in Hannover einen Luftverkehr einzurichten. Es war der Direktor Stock, der dieses Werk beginnen sollte. [...]

Was Herr Direktor Stock hier vorfand, schilderte er mit folgenden launigen Worten: „Mit einem Koffer und einem Regenschirm kam ich in der zweiten Oktoberhälfte 1923 in Hannover an. Ich musste mich zunächst umsehen, woher ich einen Raum bekommen könnte, sowie Material, das sich zur Einrichtung eines Flughafens eignete. Als ich zur Vahrenwalder Heide kam, stand ich zunächst ratlos vor dem großen Gelände. Das erste, was ich brauchte, war ein Landekreuz, das den ankommenden Flugzeugen den Platz kenntlich machen sollte. Dieses erste Landekreuz entstand bald aus einigen zusammengenähten Bettüchern, die ich von einer Kaserne geliehen bekam. Die weitere Errungenschaft war ein Zigeunerwagen, oder besser ausgedrückt, ein Wohnwagen, den die Stadt im Dezember zur Verfügung stellte. Durch eine Bretterwand war dieser Wagen in zwei Räume geteilt. Die größere Hälfte wurde der Geräteraum, der zugleich den Zollbeamten für Bürozwecke diente, der kleinere wurde als Flugbüro eingerichtet.“

So sah der bescheidene Anfang eines Unternehmens aus, das trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse - man bedenke, dass damals die Umstellung von der Inflationszeit in normale Bahnen erfolgte - mit ungeahnter Schnelligkeit emporblühte. Mehr zur spannenden Geschichte des ehemaligen Vahrenwalder Flughafens finden Sie im Buch „List und Vahrenwald“ von Autor Wolfgang Leonhardt, welches im Buchhandel für 28 Euro erhältlich ist.

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Lister Nachrichten

Linden-Limmer Zeitung (LiZ) - Stadtteilzeitung für Linden-Limmer | 01/2010

Grüße vom Lindener Berge - eine Stippvisite - von Klaus Öllerer

Die älteste Postkarte über den Lindener Berg aus der Sammlung Andrew Bornemann stammt aus der Zeit vor 1876 und zeigt das Kaffeehaus oder Berggasthaus, wie es auch genannt wurde. Nur wenige Meter entfernt entstand ein Ersatzbau, dem allerdings die schöne Aussicht fehlte.

Der Wasserhochbehälter aus rotem Backstein wurde 1878 in Betrieb genommen und versorgt auch heute noch Hannover mit Trinkwasser. Der Standort wurde wegen seiner Höhenlage gewählt, wodurch das Wasser auch ohne Pumpenkraft zum Verbraucher fließt. Der auf den alten Fotos zu sehene große Turm wurde wahrscheinlich im Zeitraum des Zweiten Weltkrieges zerstört. Über die genauen Umstände gibt es nur Spekulationen. Zeitzeugen ließen sich bisher nicht finden. Der Hochbehälter wurde erst kürzlich renoviert. Die Windmühle wurde 1651 vom Herzog Georg Wilhelm aus einem Wachturm zu einer modernen, steinernen Holländer-Windmühle umgebaut Die Bauern sollten kürzere Wege haben. Zuvor mussten die Lindener ihr Korn nach Calenberg transportieren und in der Calenberger Amtsmühle mahlen lassen. Die Mühle soll bis 1927 in Betrieb gewesen sein.

 

Heute fehlen ihr auch die Flügel. Vielleicht findet sich mal eine Initiative, die ihr wieder Flügel verpassen möchte. Der Lindener Berg ist reich an Geschichte und Aktivitäten. Wer mehr erfahren möchte findet im Internet viele Quellen. www.lebensraum-Linden.de www.quartierev.de www.halloLindenLimmer.de öl

Das Postkartenarchiv

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Linden-Limmer Zeitung (LiZ)

www.langeleine.de - Das Online-Journal für Hannover | 30. Juni 2009

Abgestempelt! - von Lorenz Varga

Der Hannoveraner Andreas-Andrew Bornemann hat ein einmaliges Postkartenarchiv zusammengetragen und ins Netz gestellt?

Zum Artikel von Lorenz Varga: -->> www.langeleine.de -->> Lokales - Abgestempelt!

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von © www.langeleine.de - Das Online-Journal für Hannover

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger West vom 25. Juni 2009

Zähes Ringen am runden Tisch - von Gerda Valentin

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger Nord vom 24. Dezember 2008 (I)

Eleganter Walzer im Garten - von Gerda Valentin

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger West vom 24. Dezember 2008 (II)

Im katholischen Bahnhof zu Hause - von Gerda Valentin

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

halloSONNTAG vom 9. November 2008

Tod im Zuchthaus - Ein „Stolperstein“ für den Zauberkünstler Ernst Schünemann

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger West vom 23. Oktober 2008

Genüsse aus alten Zeiten - von Karin Vera Schmidt

Bernd Oehlerking hat ein Kochbuch mit Rezepten aus der Haasemannstraße in Linden zusammengestellt.

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

FAZ.NET (Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)) vom 27. Juni 2008

Internet-Tipps www.postkarten

Urlaubsgrüße per Postkarte sind nicht nur unter Freunden und Verwandten oft gern gesehen. So mancher hat sich ganz dem Sammeln der bunten Billets verschrieben. Zeugnisse solcher Philokartie lassen sich im Netz finden.

Zum Artikel im Archiv der F.A.Z. von Jakob Strobel y Serra: -->> Internet-Tipps www-postkarten

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © FAZ.NET (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

halloSONNTAG vom 20. August 2006

Postkarten von Format

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) | Stadt-Anzeiger West vom 23. April 2004

Die Zeitreise führt zu Schloss und Schloten - von Gerda Valentin

Eine private Initiative setzt sich zur Zeit dafür ein, dass der Schwarze Bär - wie berichtet - eine lebensgroße Bärenskulptur aus schwarzem Stein bekommt. Den Lindener Andreas-Andrew Bornemann hat dies so angeregt, dass er auf seine Weise etwas für die Geschichte seines Stadtteils unternommen hat. Als Inhaber des Sicherheitsdienstes Luchs Security Service ist seine Firma auch im Internet zu finden - und genau dort hat er jetzt eine Seite mit alten Postkarten aus Linden platziert. "Ich sammle schon seit vielen Jahren Postkarten aus Linden und Hannover", verrät Herr Bornemann.

Einige der schönsten historischen Lindener Motive hat er für das weltweite Netz ausgesucht. Die Auswahl reicht aus der Zeit vor mehr als 100 Jahren bis in die jüngere Vergangenheit. So zeigt sich dem Betrachter das Schloss im Von Alten Garten aus dem Jahre 1905; auch die prachtvolle Jugendstilfassade der früheren Restauration am Schwarzen Bären, die "Bärenhöhle" im Erdgeschoss, ist zu bewundern. Auf dem Lindener Marktplatz und in der Beethovenstraße stehen junge Bäume akkurat in Reih‘ und Glied, und die Martinskirche ist eingebettet in üppiges Grün, das aus der Perspektive des Fotografen fast an ein Mittelgebirge denken lässt. Ein seltenes Bild zeigt einen Vorgängerbau des Krankenhauses Siloah. Allein auf weiter Flur ragt 1906 die neue Bethlehemkirche empor. "Diese Karte ging sogar an einen Konsul der deutschen Botschaft in Paris", erzählt Herr Bornemann. Eine völlig andere Ansicht fängt 1929 ein Stück Alltagsleben an der Ecke Limmerstraße / Kötnerholzweg ein: Die Kreuzung ist dicht belebt, und vor dem Haus, in dem sich heute das Lokal "Notre Dame" befindet, räumen Arbeiter gerade irgendwelchen Unrat weg.

Ein Blick reicht über die Ihme hinweg auf die Schornsteine der städtischen Gasanstalt; auch eine Gesamtansicht der Schlote und Dächer von Linden ist zu finden. Industrielles Leben blüht auch im "neuen Werkhof" der Hanomag. In der Nähe dieser Fabrikanlagen stehen fünf Lindener 1941 auf dem sonst völlig leeren Deisterplatz. Eine Fülle von Motiven präsentiert schließlich die Errungenschaften der sechziger Jahre: die Uhlhorn-Kirche mit ihrem schlanken Turm, die Mittelschule im Fössefeld und immer wieder voller Stolz das moderne Fössebad - oft alles auf einer Karte vereint. Auch das frisch renovierte Leinewehr bei Limmer war dem Fotografen einen Schnappschuss wert.

Doch die schönste der Lindener Postkarten stammt aus dem Jahr 1911: Dargestellt ist ein Mädchen, das mit Blumen im Haar und einem Blumenkörbchen im Arm vor dem Lindener Nachtwächterbrunnen steht - im Hintergrund das Lindener Rathaus, damals eines der beliebtesten Motive überhaupt. "Der Kinder Bestes ist des Volkes Wohl" steht unter dem Bildchen geschrieben. Ein Hinweis auf eine Wohltätigkeitsaktion? "Genaueres ist leider nicht mehr bekannt", bedauert Herr Bornemann. (val)

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der © Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)