Stummfilm Stars | Szenen

Während der Frühzeit des Kinos gab es noch keine zufriedenstellende Möglichkeit, Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Die Filme wurden vor Publikum je nach Art der Vorführstätte von Orchester, Klavier, Pianola oder Grammophon begleitet. Stummfilme wurden auch mit einmontierten Texten, den Zwischentiteln, erzählt. Oft begleitete auch ein Filmerzähler oder Filmerklärer die Vorstellung. Trotzdem musste der Großteil der Handlung und Gefühle über die Filmbilder transportiert werden. Gestik und Mimik der Schauspieler vor allem in Dramen wirken vom heutigen Blickpunkt aus oft sehr übertrieben.

Stummfilme sind universell verständlich. Die Sprache der Schauspieler spielt keine Rolle, da sie nicht zu hören sind und Zwischentitel mit geringem Aufwand in andere Sprachen übersetzt werden können. Besonders in den USA war diese universelle Verständlichkeit ausschlaggebend, da dort sehr viele Einwanderer lebten, die des Englischen nicht mächtig waren.

Mit dem Siegeszug des Tonfilms 1928/29 wandelten sich die festen Strukturen der Filmproduktion grundlegend. Für die Schauspieler war das mit enormen künstlerischen Einschränkungen verbunden. Sie waren von nun an gezwungen immer in Richtung Mikrofon zu agieren. Auch die übertriebene Gestik und Mimik der Stummfilmdarsteller wirkte plötzlich überflüssig und unnatürlich. Ebenfalls verzichten musste man lange Zeit auch auf Außendrehs, weil Umweltgeräusche die Aufnahmen behinderten. Ob Schauspieler eine Näselstimme oder einen Sprachfehler haben, hatte noch zu Stummfilmzeiten niemanden interessiert. Doch genau das konnte jetzt eine Karriere ruinieren. Auch international agierende Schauspieler bekamen massive Probleme, wenn sie die Landessprache nicht perfekt beherrschten. Der ehemals gefragte deutsche Filmstar Emil Jannings (1884-1950) zum Beispiel erhielt keine Rollenangebote, da sein Englisch für Dreharbeiten in den USA zu schlecht war.

Der Ross-Verlag aus Berlin gab in den 1920er bis 1940er-Jahren Ansichtskarten mit Porträts von Schauspielern heraus. Einige dieser Karten gibt es hier zu sehen. Um die einzelnen Archive anzuschauen - bitte jeweils den Link öffnen.

     

Stummfilm-Szenen

Der Ross-Verlag aus Berlin gab in den 1920er bis 1930er-Jahren Ansichtskarten mit Stummfim-Szenen heraus. Einige dieser Karten gibt es hier zu sehen. Um die einzelnen Archive anzuschauen - bitte jeweils den Link öffnen.

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

Andreas-Andrew Bornemann / Postkarten / Text

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Historie des Ross-Verlags (Englisch) - Movie Star Postcards History
IMDb - The Internet Movie Database
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